| FellnasenBande |
Ahab - Fibrosarkom,
Entscheidung gegen eine OP
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Eines
Tages hatte ich bei Ahab bei bestimmten Bewegungen gedacht, dass
er etwas an der Schulter hätte...
beim Abtasten fühlt
ich nichts (auf alle Fälle für ungeübte Finger wie die
meinen). Ich dachte noch, dass ich einen
Knick in der Linse
hätte. Schon am nächsten Tag war diese "Verdickung" aber
deutlicher
zu erahnen und nachmittags
sehr gut zu
sehen...so schnell?
Beim Abtasten konnte ich
aber nichts erwischen, es war alles mit den Muskeln (?) verwachsen (?).
Am selben Tag war ich
beim TA.
Die TÄ meinte beim
Befühlen schon, dass sie nichts Gutes ahnt, hat aber
punktiert...es
hat wunderbar geblutet, lieber
hätte ich einen
stinkigen Eitergeruch gehabt. Beim Punktieren hat sie ein Stück
Gewebe mit raus bekommen, welches
(u.a. mit einem
Abstrich) zum Labor geschickt wird.
Biopsie:
hier die zytologische
Untersuchung:
Erythrocyten mittel- bis
hochgradig
Lymphocyten vereinzelt
Neutrophile Gr. negativ
Eosinophile Gr. negativ
Makrophagen vereinzelt
Plasmazellen negativ
Mesenchymzellen
Fibroblasten geringgradig
Epithelzellen negativ
nicht bestimmbare Zellen
gering- bis mittelgradig
Bakterienhaufen negativ
Pilzsporen/-hyphen
negativ
Beurteilung: Verdacht
auf Fibrosarkom.
Der Tumor wächst
sehr schnell und fühlt sich warm an.
"Wärme ist immer
ein Anzeichen für besonders gute Durchblutung - entweder, weil der
Tumor wegen des schnellen
Wachstums viel
Nährstoffe braucht oder weil eine Entzündung (z.B. durch die
Punktion?) dazukommt."
Man rechnet bei dieser
Art von Tumor wohl nach einer OP in Tagen, wann der nächste
kommt....und dieses bei
einem OP-Spezialisten
und spezieller Therapie...beides hätte Ahab nicht und zudem ist er
noch ein winziges Tier, wo
man nicht ohne Ende
Gewebe entfernen kann, wie man müßte.
In seinem Fall hätte man den kompletten Arm bis zur Schulter
hinein amuptieren müssen und trotzdem hätte man bei
ihm nicht alles entfernen können, der Tumor war tief ins
Muskelgewebe eingewachsen.
Ahab erspare ich den Stress und die Schmerzen
während und nach der OP...war keine leichte Entscheidung,
aber für Ahab wohl die
beste....noch während er Heilungsphase wäre der Tumor wieder
"da".
Gerade Amputationen sind aber nicht ohne.
Sie sind als hoch schmerzhaft eingestuft,
man muß mit
Phantomschmerzen (bei
25% bleibend),
Stumpfschmerzen akut postoperativ aber auch 60% chronisch rechnen.
Empfehlung:
möglichst während der OP mit der Schmerztherapie beginnen und
mindest. die nächsten 10 Tage folgend. Schmerzmittelwahl sollte
schon eines sein, welches solche Schmerzen auch wirklich eindämmen
kann.
Ich wüßte persönlich aber nicht, ob ich eine Amputation
der Erlösung bevorzugen würde, das wird man von
Fall zu Fall immer neu beurteilen müssen.
(Quelle: http://www.gv-solas.de/auss/ana/schmerzen.pdf)
Es bedeutet Mut zu
dieser Entscheidung...dieser schwindet jedoch jeden Abend...jedoch
morgens, wenn mir dieser
lustige Kerl
entgegentapst, mit seinem immer so friedlich wirkendem Gesicht, ist der
Mut wieder da.
Fibrosarkom :
"Anfangs sind diese Knoten leicht verschieblich und klein. Der Tumor
wird aber in den meisten Fällen sehr schnell
größer. Innerhalb weniger Wochen können hühner-
bis gänseeigroße Knoten entstehen, die dann eine innige
Verbindung mit den Knochen der Wirbelsäule, den
Schulterblättern, den Rippen oder anderen Strukturen eingehen.
Wenn der Tumor in die Oberhaut einwächst, können
Geschwüre entstehen, die sich leicht infizieren und entzünden
können. Die größte Gefahr für das Leben
gehen jedoch von den Tochtergeschwülsten des Tumors aus. Hierbei
werden Zellen des Tumors im Organismus verstreut und siedeln sich vor
allem in der Lunge, aber auch in anderen
Organen an. Dort bilden sich weitere Knoten, die ebensoschnell wachsen.
Wenn sich diese Metastasen gebildet haben, ist eine Therapie nicht mehr
möglich. Fibrosarkome sind bösartige Tumoren!"
(Quelle: http://www.med.vetmed.uni-muenchen.de)
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am 5.1.04 wurde er
eingeschläfert :(
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Dieses war einer meiner schwersten
Entscheidungen....mich
gegen die OP zu
entscheiden. Ahab war noch nicht mal
1,5 Jahre alt und so
lebenslustig.
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