1.
Tumor
Ein 17g schweres, etwa
kastaniengroßes, elastisches
Gewebestück mit kapselartiger, bräunlicher Oberfläche.
Im Schnitt lockeres Gewebe mit bräunlicher und weißer
Schnittfläche. Excisionsränder nicht sicher
beurteilbar.
2. Sektionsorgane von
Leber (2,5g), Herz (1,9g), Lunge (2,8g),
Darmgekröse (2,9g)
Im Bereich der Leber
brüchiges Parenchym mit sehr heller
Färbung. Im Herzen keinerlei Auffälligkeiten. In
der Lunge
multiple Verdichtungen mit beigefarbender Schnittfläche. Im
Gekröse eingelagert ein etwa
saubohnengroßes,
festelastisches Gewebestück mit lobulär unterteilter,
gelblicher Schnittfläche.
Beurteilungen:
1. Kastaniengroßer
Lymphknoten mit hochgradiger lymphatischer
Hyperplasie und herdfömiger Einblutung.
Keine originäre
Follikelstruktur mehr erkennbar. Kapsel soweit ersichtlich respektiert.
Zellen selbst ohne
wesentl. Atypien. Fettgewebsnekrosen im umgebenen
Fettgewebe.
2. Gekröse: Ausgedehnte Fettgewebsnekrosen mit
granulomatöser, immer wieder
riesenzelliger Steatitis.
Leber: Hochgradige bis großtropfige
Leberparenchymverfettung. Im Bereich
der Portalfelder geringgradige
Gallengangsproliferationen. Minimale
chronische Entzündungszellinfiltrate.
Herz: Soweit ersichtlich o.B., keine sicheren
Anzeichen für
Herzmuskelzelluntergang. Stellenweise Verdacht
auf minimale Fibrose im
Bereich der Papillarmuskeln. Keine floride Entzündung.
Lunge: Hochgradiges Ödem, Hyperämie.
Peribronchial geringgradige
lymphoplasmazelluläre Infiltrate. Ansonsten keine wesentl.
Entzündungszellinfiltrate.
Kritischer Bericht:
Im Bereich der als
Umfangsvermehrung übersandten Gewebeprobe liegt
m.E. ein gutartiger hyperplastischer
Prozeß eines thorakalen
Lymphknotens vor, wobei ein Teil der Umfangsvermehrung durch eine
erhebliche
Einblutung entstanden sein dürfte. Ein Lymphosarkom ist
aufgrund des hohen Differenzierungsgrades der
Zellen nicht zu
diagnostizieren. Darüber hinaus besteht eine ausgedehnte
Fettgewebsnekrose und
Leberparenchymverfettung. Beides spricht am
ehesten für eine Stoffwechselstörung, die evtl. im
Zusammenhang mit einem Vit.E-/Selen-Mangel entstanden sein könnte.
Sichere pathologische
Veränderungen finden sich am Herzmuskel
nicht. Stellenweise gibt es Anzeichen für eine
Ödematisierung,
die entweder als
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