FellnasenBande
Obduktionsbericht von Caspa

 
Befund:
In beiden Spitzlappen der Lunge bestand, soweit trotz euthanasiebedingter Artefakte beurteilbar, der
Verdacht auf eine geringgradige Parenchymverdichtung. Zudem lagen ein mittelgradiges, diffuses,
alveoläres Ödem sowie eine mittelgradige Stauungshyperämie vor.
Das Herz wies eine
hochgradige, akute Rechtsherzdilatation auf. Die Leber zeigte eine geringgradige
Stauungshyperäie. Das Knochenmark war rot und aktiv.


Bei der histologischen Untersuchungen zeigte sich in der Lunge eine chronische, mucoid-eitrige
Bronchitis mit mittel- bis hochgradigen Bronchiektasien. Zudem bestand eine subpleurale
Alveolarlipidose sowie ein mittelgradiges, akutes, alveoläres Ödem und eine mittelgradige
Stauungshyperämie. Das Herz wies eine geringgradige, myokardiale Fibrose auf. In der Leber
wurden eine geringgradige Verfettung und eine geringgradige Stauungshyperämie festgestellt.
Auch die Milz wies eine geringgradige Stauungshyperämie auf. In der Milz zeigte sich eine gemischte
Hyperplasie. Das Knochenmark war aktiv in allen Reihen. In Nase, Magen, Darm und Gehirn
wurden keine histopathologischen Befunde festgestellt.


Mikrobiologischer Untersuchungsbefund:
In der Lunge wurde kulturell ein mittelgradiger Gehalt an Mykoplasmen nachgewiesen
(Differenzierung eingeleitet). Außerdem wurde ein mittelgradiger Keimgehalt an Escherichia coli und
Enterococcus species sowie ein geringgradiger Keimgehalt an Proteus species festgestellt.


Beurteilung:
Bei der zur Sektion übersandten,euthanasierten Ratte lag als Hauptbefund eine chronische,
mucoid-eitrige Bronchopneumonie mit mittel- bis hochgradigen Bronchiektasien vor. Diese
Veränderung werden bei der Ratte typischerweise durch Mykoplasmen (z.B.M.pulmonis) und/oder
CAR (cilia-associated-respiratory)-Bacillus hervorgerufen, so dass im vorliegenden Fall die kulturell
nachgewiesenen Mykoplasmen als ursächliche Erreger anzusehen sind.

Das Ergebnis der Mykoplasmendifferenzierung: 
M.pulmonis



 
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