Sie
hatte 1-2 Wochen, bevor der Juckreiz auftrat, AB bekommen, da ihr
Immunsystem zu schwächeln schien.
Anfangs
konnte ein leichter Juckreiz beobachtet werden, dieser steigerte sich
jedoch nun so stark, dass es zur
Selbstverletzung dabei kam. Estel wirkt gestresst/gereizt,
schüttelt sich sehr häufig
(wie ein nasser Hund es tut).
Parasiten
wurden anfangs
ausgeschlossen und Pilzkultur war negativ. Trotzdem hatte sie ein
orales Mittel gegen
Pilze und Ivomec gegen Parasiten bekommen, um ganz sicher sein zu
können. Verschied.
Cremes haben nicht
geholfen. Ihre Hauttemperatur
ist fühlbar schubweise sehr warm (um die 4°C wärmer als
die der anderen, mittels
Infrarotthermometer gemessen). Es sieht so aus, als wenn sie sich
danach
vermehrt schüttelte, kratzte?
Weitere Medikamente:
Antibiotikum, Cortison, orale Pilzmittel, Antiparasitikum
Dort, wo sie sich
verstärkt gekratzt hat, wächst kein Fell mehr nach bzw. sehr,
sehr langsam
Ihr ganzes Immunsystem schien gegen
sie zu arbeiten, es funktionierte nichts mehr richtig bei ihr.
Untersuchungergebnisse:
Blut: ALP 965 U/l
GPT 127 U/l
Röntgenbild: ohne
Befund
Obduktionsbericht hier
FAZIT:
Es gibt viele
Gründe, warum der Juckreiz beginnt, oft bleibt es jedoch
ungeklärt. Stress
(innerer
oder vom Rudel),
auch kleinste Verletzungen und Rangeleien, Parasiten, Pilze,
usw. Wenn die Ratte
sich erst mal intensiv aufgekratzt
hat und die Bakterien durch das Kratzen tief in die Haut eindringen
können, kommt es zum Teufelskreislauf.
Meist ist es
dann egal, was die Ausgangsursache war, denn die Sekundärinfektion
der Haut ist oft schwer
zu behandeln, weil die Ratte sich immer wieder selber dort durch die
Krallen verletzen wird.
Es ist aber
wichtig, auf Parasiten ausgiebig zu behandeln...parallel zur Behandlung
gegen den akuten
Juckreiz, z.b. mit dem Cortison Prednisolon.
Ausserdem ist ein AB wichtig, wenn die Hautstellen schon blutig
gekratzt wurden.
Das Krankheitsbild ist
bei Ratten und Mäusen bekannt und sehr schwer bis gar nicht
effektiv zu heilen,
wenn es erst mal chronisch geworden ist. MUD (Murine
Ulcerative Dermatitis)
Das sieht nicht nur
oft schlimm aus, ist auch schmerzhaft und extrem lästig=Stress
für die Ratte. Es wird oft zu
einer chronischen Dermatitis. Hier kann und
muß man davon ausgehen, dass sich die Haut schon mit u.A. Staphylococcus
infiziert, vor allem durch die Selbsttraumatisierung.
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