FellnasenBande
Obduktionsbericht von Estel

 
Befund:
pathologisch-anatomischen Untersuchung
In der Haut lag vor allem am Rücken hinter den Schulterblättern sowie vereinzelt am
Bauch eine multifokale, pustulöse Dermatitis mit krustigen Auflagerungen und regionaler Alopezie vor.
Des weiteren wurde eine mittelgradige, diffuse Leberverfettung diagnostiziert. Die Lunge wies ein
mittelgradiges, alveoläres Emphysem und eine akute Stauungshyperämie auf.

Bei der pathologisch-histologischen Untersuchung der Haut wurde eine hochgradige, multifokale,
oberflächliche, pustulös-ulzerierende Dermatitis mit intraläsionalen Bakterien diagnostiziert.
Die Leber wies eine mittelgradige, periphere, gemischttropfige Verfettung von Hepatozyten sowie
eine mittelgradige, akute Stauungshyperämie auf. In der Lunge lag ein mittelgradiges, alveoläres
Emphysem, eine gering- bis mittelgradige, perivaskuläre, lymphozytäre Infiltration sowie eine akute
Stauungshyperämie vor. In der Niere konnte eine mittelgradige, multifokale Nephrohydrose, eine
gering- bis mittelgradige, multifokale, Glomerulosklerose beobachtet werden. Die Milz wies eine
hochgradige Hämosiderose auf. Herz, Darm, Gehrin und beide Augen waren histologisch ohne
besonderen Befund. Am Schädel konnten in 3 Transversalebenen von rostral bis kaudal der Augen-
höhle keine pathomorphologischen Veränderungen festgestellt werden.
Das Milchdrüsengewebe war beiderseits sekretorisch aktiv.

Im Augenkammerwasser wurde ein Harnstoffgehalt von 30 mg/dl nachgewiesen.

Die Todesursache war ein akutes Kreislaufversagen, dessen Ursache nicht eindeutig ermittelt werden
konnte. Das Tier litt an einer hochgradigen, multifokalen, oberflächlichen, pustulös-ulzerierenden
Dermatitis und einer mittelgradigen Leberverfettung. Eine Stoffwechselentgleisung mit
Lipomobilisationssyndrom ist als Todesursache nicht auszuschließen. Die festgestellten
Nierenveränderungen sind aufgrund des physiologischen Harnstoffwertes im Augenkammerwasser
eher als funktionell kompensierter Nebenbefund zu bewerten.

Der vorberichtlich erwähnte Exophthalmus konnte nicht mit Sicherheit nachvollzogen werden.
Insbesondere bestanden an den Augen und ihren Adnexen keine morphologischen Veränderungen.






 
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