
Tierärtzliche Erstbehandlung
Die TÄ fragte nach irgentwelchen Anhaltspunkten, damit sie eine
zielgerichtete Therapie einschlagen konnte. Zu diesem Zeitpunkt jedoch
gab
es keinerlei weitere Symptome. Da verschiedene Ursachen in Betracht
kamen, wurden dementsprechend viele Medikamente verabreicht.
Behandlung
° gehirngängiges Antibiotikum (Wirkstoff Chloramphenicol /
Markenname Chloromycetin Palmitat)
wegen Verweigerung der oralen Annahme des ABs wurde auf ein anderes
umgestellt: Antibiotikum (Wirkstoff Enrofloxacin / Markenname Baytril)
° einmalige Cortison-Injektion
° einmalige Vitamin-B-Injektion, dann orale Gabe (Markenname
B-Neuron)
° antiinflammatorische, antimykotische und
antibakterielleTropfsalbe
(Markenname Panolog)
° Schmerzmittel (Wirkstoff Meloxicam / Markenname Metacam)
° homöophatisches Arzneimittel (Markenname Traumeel S)
Später am Tag zeigte sich, dass der Rattenbock vermutlich eine
Mittelohrentzündung hatte:
das linke Ohr roch nach Eiter und war gerötet (auch durch das
nun häufige Kratzen). Am nächsten Tag war der Schiefkopf
komplett
verschwunden.
Der Rattenbock schien aber noch sehr schlapp...erst 2-3 Tage
später
war das Allgemeinbefinden wieder im normalen Bereich.
Typische Zeichen für Schmerzen im Kopfbereich
vermehrter Nagetrieb (sehr häufig Papier), vermehrtes
Zähneknuspeln
und starke Berührungsempfindlichkeit am Kopf. Als Vorwarnung,
dass etwas mit dem Ohr nicht stimmen könnte, kann z.T. leichtes
+ vermehrtes Kopfschütteln beobachtet werden.
Der Rattenbock bekam 2* eine Mittelohrentzündung mit
Kopfschiefhaltung.
Der Schiefkopf verschwand jedesmal nach einem Tag Behandlung.
Bemerkung
die Tropfsalbe hat meiner Meinung nichts gebracht...im Gegenteil, sie
schien ihm mehr Unwohlsein zu bereiten. Er kratzte nur noch an seinem
Ohr,
mein persönlicher Eindruck war, dass die Salbe den Gehörgang
eher verstopfte. Ich habe die Tropfsalbe nur wenige Tage verwendet und
dann einen
Kamillen-Ohrreiniger ausprobiert, um festsitzendes Sekret
anzulösen.