
Obduktionsbefund:
Befund:
Bei der histologischen Untersuchung
wurde im Stammhirn ein infiltrativ wachsendes, malignes Blastom mit
zahlreichen Mitosen festgestellt.
Zudem wurde eine hochgradige, eitrig-nekrotisierende Otitis media
gefunden (hier war ihr nichts anzumerken).
Des weiteren waren eine mittelgradige multifokale nekrotisierende
Hepatitis und eine mittelgradige, lymphplasmazelluläre Rhinitis
(der rote einseitige Nasenausfluss) erkennbar.
Das Knochenmark in den Wirbelkörpern war hämatopoetisch aktiv
in allen drei Zellreihen.
Lunge und Niere wiesen keine über den makroskopischen
Untersuchungsbefund hinausgehend, morphologischen Veränderungen
auf.
Haut, Muskulatur, Rückenmark, Nervi ischiadici, rechter Plexus
brachialis, Herz, Milz, Pankreas, Magen sowie dünn- und Dickdarm
waren ohne
signifikante pathomorphologische Veränderungen.
Mikrobiologischer Untersuchungsbefund:
Im Ohrtupfer wurde ein geringgradiger Keimgehalt an Mycoplasma pulmonis
festgestellt. In der Lunge war ein hochgradiger Keimgehalt an
Begleitflora
feststellbar, kulturell war der Mycoplasma-Nachweis nicht
möglich.
Weitere Untersuchungsbefunde:
Die Nachweise von saurem Gliafaserprpteon (GFAP), CNPase, Cytokeratin,
Desmin und spezifische Oberflächenmarkern von B- und T-Lymphozyten
im Tumorgewebe mittels Immunhistologie verlief negativ.
Beurteilung:
Als Erkrankungursache wurde ein mäßig differenziertes,
malignes Blastom im Stammhirn gefunden.
Zudem wurde eine hochgradige, eitrig-nekrotisierende Otitis media
gefunden.
Des Weiteren lagen eine mittelgradige nekrotisierende Hepatitis und
eine mittelgradige, nicht-eitrige Rhinitis vor.
Als Ursache der Otitis media wurde Mycoplasma pulmonis festgestellt.
Die Ursache der Rhintitis und Hepatitis bleiben unklar, in Anbetracht
der tumorösen und infektiösen Veränderungen sind diese
Alterationen als Nebenbefunde
zu werten.