Hypophysentumore
Alter & Herkunft der Ratte: 6 Monate altes Rattenweibchen
aus dem Tierheim

Amasi
erste Auffälligkeiten: mit ca. 19 Monaten wurde sie
plötzlich sehr schreckhaft. Ein Auge reagierte nicht mehr normal,
worauf diese Schreckhaftigkeit
zurückzuführen war. Sie gewöhnte sich aber schnell an
den neuen Zustand und ihr Verhalten normalisierte sich innerhalb 10
Tagen.
Dann ging alles sehr schnell: kurze Zeit später bewegte sie sich
unsicherer und langsamer (kaum sichtbar), besonders beim Fressen war
dies durch
langsames Kauen, der sonst so gierig runtergeschlungenen Milchschnitte,
zu sehen. Sie bekam einen angespannten Bauch (Zitzen waren deutlich zu
sehen) und eine Schwellung an der Milchleiste. Sie schlief sehr viel,
bunkerte
das Fressen nicht mehr (also ging ihrer Lieblingsbeschäftigung
nicht mehr
nach), war sehr schmusig.
Ihre letzten 3 Tage: Von einem auf den anderen Tag benutzte sie ihre
Vorderpfoten nicht mehr mit Festhalten von Futter, sie schüttelte
(wie bei einer Erkältung) sehr stark und auffällig ihren
Kopf, sie mochte auch keinen leckeren Brei mehr schlecken, knusperte
stark mit den Zähnen und zum
Schluß bewegte sie ihren Kopf langsam hin und her, wie wenn eine
Ratte aus einer Narkose erwacht.
In dieser Zeit wurde eine auffällige Kotprobe von ihr ins Labor
geschickt: -> E.Coli mit Antibiogramm, keine Parasiten, keine Pilze
Sie wurde eingeschläfert und ins Labor zur Obduktion gegeben.
Tierärtzliche Untersuchung und Behandlung
Behandlung
° Antibiotikum nach Antibiogramm (Synulox)
° Cortison (Prednisolon)
° Schmerzmittel (Metacam)
Befund der Obduktion
Hauptbefund und auch Ursache all ihrer Symptome: Adenom der
Adenohypophyse
Nebenbefund: perivaskuläre, peribronchioläre
lymphozytäre Pneumonie unbekannter Ursache