Wesensänderung
übertriebene Schreckhaftigkeit Blindheit, Sehstörungen Desorientierung Aggressivität abnormes Verhalten Koordinationsstörungen Ataxie torkelnder Gang Verlust der Balance Lähmungserscheinungen "fehlende Feinmotorik / Funktionseinbusse" der Vorder- und/oder Hinterpfoten (Elena) Adduktion der Vorder- und/oder Hinterpfoten (Elena) Kopfwackeln Star-Gazing Inkontinenz Ein vermindertes Pflegeverhalten gibt verlässlich Hinweis auf ein gestörtes Allgemeinbefinden, auf Schmerzen oder kann ein Anzeichen für eine eingeschränkte Motorik sein. Achtung:
In der Regel ist bei neurologischen Auffälligkeiten primär ein infektiöses Geschehen differenzialdiagnostisch kaum auszuschließen und muss daher umgehend behandelt werden. Mögliche Ursachen: °
Tumor (primäre Tumore (Mitsch, Euphoria),
Hypophysentumore (Amasi und Elena),
Metastasen usw)
° Infektionen ° Meningitis durch Bakterien (u.A. B-Streptokokken, Pneumokokken, Streptococcus pyogenes, E. coli, Klebsiella pneumoniae, Enterobacteriaceae), durch Pilze und Viren ° Enzephalitis durch Bakterien ( u.A. Listeria, Streptokokken, Mykoplasmen, Gramnegative Keime), durch Pilze, Viren und Parasiten (u.A. Toxoplasma) ° Hirnabszess durch Bakterien (u.A. Staphylococcus aureus, anaerobe Keime, Listeria), durch Pilze, Viren und Parasiten (u.A. Toxoplasma) ° Sepsis °
zerebrovaskuläre Ursache (Blutung)
° Ischämische Infarkte ° metabolische Veränderungen - Natriummangel durch z.B. Medikamente, Nierenerkrankungen, Herzinsuffizienz -> führt zu zu einem Hirnödem und folglich zu neurologischen Symptomen - Unterzuckerung -> wenn
das Gehirn izu wenig Glukose bekommt, kann es beim niedrigen Zucker
neurologischen Ausfällen kommen - Überzuckerung - Nierenversagen mit Harnvergiftung - Leberversagen Verschiedenes aus dem Net : Die
Gabe von Kortikosteroiden beim Hirnabszess wird
kontrovers diskutiert. Bei Nachweis eines deutlich
raumfordernden perifokalen Ödems wird von vielen Autoren zur Senkung des intrakraniellen Drucks ein Kortison empfohlen. Die Dauer variiert zwischen wenigen Tagen und 2 Wochen. Neue Untersuchungen am Tiermodell zeigen allerdings, dass Kortisone bei der Meningitis die neuronale Apoptose im Hippocampus verstärken können. Werden in dieser Richtung weitere Erkenntnisse gewonnen, muss in Zukunft möglicherweise erneut eine Risiko-Nutzen-Abwägung hinsichtlich einer Kortikosteroidtherapie erfolgen. Bei der zerebralen Toxoplasmose wird bis zum Abklingen der akuten Symptome die Einnahme von Glukokortikoiden empfohlen. http://www.thieme-connect.com/ejournals/html/klinpaed/doi/10.1055/s-2005-872506 ------------------------------------------------------------------------------------------------------ Die
Permeabilität der Blut-Hirn-Schranke kann im Rahmen bestimmter
Krankheiten im Bereich des Hirns oder
Rückenmarks, besonders Infektionen, Entzündungen und Tumoren, gestört werden. Das bedeutet aber auch, daß eine Entzündung im ZNS nur entstehen kann, wenn die Blut-Hirn-Schranke durchlässig wird, in dem auch Blutzellen und Blutmoleküle die keine Transportmechanismen besitzen, also ohne Diffusion, sie überwinden können. Das bedingt aber einer Gefäßdurchlässigkeit, wie sie bei einer Entzündung vorhanden ist. Diese Entzündung spielt sich aber zuerst "vor" der Blut-Hirn-Schranke ab. Dadurch wird die Gefäßwand durchlässig, es können flüssige Substrate und Blutzellen (Entzündungszellen) in das Nervengewebe eindringen. Die Auswirkungen werden aber erst bemerkt, wenn die Entzündung das Nervengewebe erreicht hat, obwohl sie schon viel eher begann, nämlich "vor" der B-H-S. http://www.medicalforum.ch/pdf/pdf_d/2002/2002-43/2002-43-161.PDF --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Ein
Schritt zur Invasion des Erregers ins zentrale Nervensystem (ZNS)
ist die Besiedelung der Nasen-
oder Rachenschleimhaut. Die Fähigkeit von Bakterien, die Schleimhaut zu kolonisieren, ist abhängig von Virulenzfaktoren. Diese ermöglichen den Bakterien zum Beispiel die Anhaftung an Epithelzellen des Wirts oder die Fähigkeit, sich der Immunabwehr des Wirts zu entziehen Besiedelung der Schleimhaut mit Pneumokokken allein genügt nicht, um eine invasive Infektion zu verursachen. Eine Aktivierung von Schleimhautzellen, zum Beispiel durch eine virale Infektion, kann aber zur Expression von neuen Rezeptoren auf der Zelloberfläche führen, welche den Transport von Bakterien durch die Schleimhaut vermitteln und damit eine invasive Infektion begünstigen können. Man vermutet, dass die Bakterien nach der erfolgreichen Passage durch die Schleimhaut über die Blutbahn ins ZNS gelangen und dabei die Blut-Hirn- oder die Blut-Liquor-Schranke überwinden. Während einige neuere Studien mit Tiermodellen die Vorstellung erhärten, dass die Bakterien hauptsächlich über die Blutbahn ins ZNS gelangen, konnte in einer anderen Studie Meningitis auch durch Otitis media induziert werden, ohne dass in diesem Modell Bakterien im Blut nachweisbar waren, was auf einen möglichen nicht-hämatogenen Infektionsweg hinweist. Während der bakteriellen Meningitis kommt es zur Zerstörung der Blut-Hirn-Schranke. http://deposit.ddb.de/cgi-bin/dokserv?idn=970030274&dok_var=d1&dok_ext=pdf&filename=970030274.pdf ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Nach
Inappetenz und Temperaturerhöhung kommt es zu verschiedenen
zentralnervösen Störungen
(Ataxie, Paralyse, Krämpfe, Ruderbewegungen), die ohne Behandlung meist zum Tode führen. Cobactan® 2,5 % durchdringt die Blut-Hirn-Schranke Für die Therapie der Streptokokken-Meningitis sind drei Kriterien ausschlaggebend: • Das Antibiotikum muss die Blut-Hirn-Schranke überwinden • In der Cerebrospinalflüssigkeit (CSF) muss eine ausreichende AB-Konzentration vorhanden sein • Ein schneller Wirkungseintritt begünstigt den Heilungsverlauf http://www.intervet.de/Binaries/61_77532.pdf ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Die
Problematik der Klinik der Hirntumoren Tests
bei Schädigungen im Gehirn
Ratten verbringen einen Großteil der Zeit mit Körperpflege. Wenn das Putzverhalten eingeschränkt ist, erscheint das Fell struppig und glanzlos, die Augen und/oder die Nasenöffnungen sind verklebt. Das rötliche Sekret der Haderschen Drüsen, das von gesunden Tieren beim Putzen im Fell verteilt wird, sammelt sich zunächst im medialen Augenwinkel und verklebt später den gesamten Augenbereich. Da es auch über den Tränennasenkanal abfließt, kann es auch zu rötlichem Nasenausfluss kommen. Ein vermindertes Pflegeverhalten gibt verlässlich Hinweis auf ein gestörtes Allgemeinbefinden, auf Schmerzen oder kann ein Anzeichen für eine eingeschränkte Motorik sein. Hier wird überprüft, ob das Tier einen gestörten Bewegungsablauf oder eine verminderte Bewegungsfähigkeit (Adduktion der Vordergliedmaße, Hypomotilität, Laufen im Kreis, Stehunfähigkeit) zeigt. Ischämische Infarkte können gut erfasst und bewertet werden. Um zu prüfen, ob eine Adduktion der Vorderpfoten vorliegt, wird das Tier vorsichtig in Höhe der Schwanzwurzel ca. 1 cm über den Boden gehalten. Gesunde Ratten strecken die Vorderpfoten dem Boden entgegen. Tiere mit ischämischem Infarkt drehen beim Hochheben an der Schwanzwurzel ständig eine Vorderpfote auf die kontralaterale Seite der infarzierten Hemisphäre (von der einfachen Adduktion der Vorderpfote bis zum schraubenförmigen Ineinanderverdrehen des Tieres). Ischämische Infarkte können sich außerdem in einer Hypomobiltät äußern. Ein unilateraler Infarkt ist gekennzeichnet durch ein Laufen der Tiere im Kreis. Die Kreisbewegung erfolgt stets in Richtung der geschädigten GehirnBereiche. Quelle: http://www2.vetmed.uni-muenchen.de/tierhyg//disspdf/diss2005/Swirczek_Susanne.pdf ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Neurodegenerative
Erkrankungen sind häufig sporadisch, selten erblich auftretende
Prozesse, die vorwiegend
das Zentralnervensystems (ZNS) betreffen. Die Ursache für die Erkrankungen, die ein oder mehrere Neuronensysteme oder das gesamte ZNS betreffen können, ist bisher ungeklärt. Sie gehen mit einem langsam fortschreitenden Funktionsverlust und einem Ausfall spezifischer Neuronenpopulationen und ihrer Verbindungen einher. Der Tod erfolgt meist durch Sekundärkomplikationen (Pneumonie, Harnwegs- und andere Infekte, Lungenembolie u. a.), kardiovaskuläre Prozesse oder Ausfall lebenswichtiger zerebraler Funktionen. http://vts.uni-ulm.de/docs/2008/6464/vts_6464_8756.pdf
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